Am frühen Morgen geht es los. Angenehme Temperaturen im Mai lassen den zu Anfang recht steilen Anstieg gleich hinter Calenzana etwas leichter von den Füßen gehen. Im Sommer sollte diese Tour wohl nicht unternommen werden…

Auf dieser Karte ist der Weg in Rot Eingezeichnet. Am Anfang teilt sich der Tra Mare e Monti eine kleine Strecke mit dem GR 20. Nach ein paar hundert Metern biegt dieser jedoch nach links ab, und ich folge den orangenen Markierungen die nach rechts abgehen.

Ein paar Infos zu dieser Etappe: Von Calenzana (275 m) bis zum Gite d’Etape Bonifatto (536 m) sind es etwa 11 KM, die insgesamt etwa 590m Anstieg und 287m Abstieg sind in ca. 4:30 Stunden zu bewältigen.

(Auf die Bilder klicken für eine größere Version)

Hier geht es rauf

Blick zurück nach Calenzana

Nachdem ich den ersten Gipfel erklommen habe, geht es an ein paar scheuen Kälbern vorbei durch eher unwegsames Gestrüpp den Berg hinab. Der Abstieg ist oft recht unwegsam, aber nachdem ein Gebirgsbach zu überqueren war folgt der Wanderweg für eine ganze Weile einer breiten Schotterpiste.

Argwönisch beäugt

Es ginge noch höher…

Es geht eine ganze Weile in einem Tal entlang des in dieser Jahreszeit angeschwollenen Flusses Figarella. Nachdem ihn der Weg auf einer Brücke überquert folgen wir seinem Lauf flussaufwärts in seinem Aufstieg zum Forsthaus und der nahegelegenen Gite d’etape von Bonifatu.

Der Weg bleibt nicht immer so breit und bequem gehbar…

…teilweise muss man über die Steine im Flusslauf balancieren um weiterzukommen.

Dann geht der Weg plötzlich weg vom Fluss, und eine kleine Strecke recht steil rauf zu einer Straße, die zum heutigen Etappenziel führt. Die Aussicht von hier oben ist schlicht atemberaubend, aber bei weitem noch nicht der Höhepunkt dieses wirklich schönen Wanderweges. Alleine die fünf Etappen die ich in meiner viel zu kurzen Woche laufen durfte haben so viele schöne und unvergessliche Momente, dass dies auf keinen Fall mein letzter Ausflug nach Korsika gewesen sein dürfte.
In den nächsten Tagen werden hier die Posts für die Etappen zwei bis fünf folgen, bis zu meinem Abbruch der Tour in Curzu.