In dieser Etappe geht es über den höchsten Punkt der Mare e Monti – jedefalls des Teils den ich gelaufen bin – mit 1153m, gefolgt von einem langen (man könnte schon sagen recht langgezogenen) Abstieg bis zur Gite von Tuarelli. Hier der Streckenabschnitt auf Geoportail.

Die Daten dieses Streckenabschnitts in der Übersicht: Die 14 km sind in ca 6h30 zu laufen (ich habe 5h gebraucht), insgesamt ein Anstieg von 730m und Abstieg von 1170m macht diese Etappe anspruchsvoller wenn man sie „rückwärts“ laufen will.
Die Gites:

  • Bonifatu – Auberge de la foret, 20214 Bonifatu, Tel: 04.95.65.09.98
  • Tuarelli – M. Mariani, 20245 Manso, Tel: 04.95.62.01.75, 06.10.77.31.92

Hier ist der bisher zurückgelegte Weg sehr schön zu sehen, vom Flusslauf dem ich gestern gefolgt bin,
bis zu Cali am Meer

Der anfängliche Anstieg geht die ersten etwa drei Kilometer eine serpentinenreiche Strecke durch den Forst von Bonifatu hinauf, und ist dadurch nicht allzu anstrengend geraten. In regelmässigen Abständen lichten sich die Bäume und gewähren grandiose Ausblicke auf die eindrucksvolle Bergwelt Korsikas.

Sollte Gondor angegriffen werden, so entzündet hier die Signalfeuer um Rohans Reiter zur Hilfe zu rufen!

Am Gipfel angelangt empfiehlt sich eine ausgedehnte Pause um bei dieser Aussicht ein zweites Frühstück zu genießen. Dann geht es weiter für eine kleine Strecke auf dem Kamm entlang bis sich der Weg an der Bocca di Bonassa kreuzt. Wer möchte kann hier einen kleinen Abstieg zu diesem nah gelegenen Gipfel machen, alle anderen gehen nach links bergab weiter.

Die weitere Strecke durch den Forêt Communale de Calenzana-Moncale ist anfangs, zumindest in dieser Jahreszeit, besonders schön. Der Wald der sich die Hänge hinaufzieht ist dicht und saftig Grün, es sind einige sprudelnde Gebirgsbäche zu überqueren -irgendwann hört man auf sie zu zählen-  alles blüht, das Moos ist dicht und weich und lädt zum verweilen ein…

Der letzte „Endspurt“ zum Gite von Tuvarelli zieht sich etwas hin. Nach ein paar Kilometern bergab auf einer wenig schönen Strecke brennen meine Füße doch schon ganz schön. Um so erfreuter bin ich über die kleine Badestelle hier am Fango, wo man neben der (recht überteuerten) Gite d’etape die Füße in das kalte Wasser des Flusses hängen lassen kann. Reinzuhüpfen habe ich mich dann doch nicht getraut.